Die Eisheiligen stellen voraussichtlich auch dieses Jahr keine Gefahr für unsere Jungpflanzen und Sommerblumen dar. Am 15 Mai sind die gefürchteten Eisheiligen vorbei und alles kann ins Freiland gebracht werden. Die Tagestemperaturen sind bereits auf gutem Wege zum Sommerlichem Niveau.
Die Trockenheit, die uns in den vergangenen Wochen zum kräftigen Wässern gezwungen hat, scheint vorbei zu sein. Es hat endlich ausgiebig geregnet.
Die Blütenpracht der Frühlingsblüher ist vorbei. Ein saftiges Grün hat sich über unsere Gärten gelegt.
Erste gute Fruchtansätze lassen uns auf eine reiche Ernte hoffen. Lediglich bei Marillen sieht es traurig aus. Bleibt nur zu hoffen das Schädlingen aller Art unserer Ernte nicht zu großen Schaden zufügen.
Deshalb bleiben wir auf der Hut und beobachten unsere Kulturen genau.
Unerfreulicherweise sind die Blattläuse wieder da. Um sie los zu werde lösen wir 2 Teelöffel Natron in
1 Liter Wasser und geben 1 Teelöffel Speiseöl dazu. Gut durchmischen und die Blattober- und Unterseite tropfnass mit einer Sprühflasche einsprühen. Die Schädlinge werden durch die Lösung mechanisch bekämpft.
Jetzt sind die Fruchtstände bei Tulpen und Narzissen zu entfernen, um eine Samenbildung zu unterbinden. Die Zwiebel von abgeblühten Zwiebelpflanzen ausgraben und eingeschlagen an schattiger Stelle einziehen lassen.
Frühlingsblühende Ziersträucher werden nun zurückgeschnitten, so dass die Blütenpracht der einjährigen Triebe im nächsten Jahr uns wieder erfreuen kann.
Bei Meltau auf Apfelbäumen Befallene Triebe bis ins gesunde Holz zurückschneiden.
Birnbäume auf Birnengitterrost untersuchen. Bei ersten orangefarbenen Tupfern ist eine Spritzung zum Beispiel mit Duaxo universal Pilz-frei von Compo angezeigt,
oder 1 Teelöffel Natron in 1 Liter Wasser auflösen. Damit Blattober- und Unterseite dünn aufsprühen. Natron verändert den pH-Wert auf der Blattoberfläche und entzieht Pilzsporen die Lebensgrundlage.
Triebspitzendürre an der Marille und Zwetschken, die Wetterbedingt sehr unterschiedliche Fruchtansätze brachte, zeigt sich schon jetzt vereinzelt Triebspitzendürre. Auch hier gilt es, bis in das gesunde Holz zurückschneiden.
Vertikutieren sollte erst nach dem zweiten oder dritten Rasenschnitt erfolgen.
Durch Einstreuen von Quarzsand wird der Boden gelockert. Für Düngung mit Stickstoff, Ausbesserung und Nachsaaten ist jetzt die richtige Zeit.
Wichtig ist das regelmäßige Mähen des Rasens. Etwa einmal wöchentlich. Die Schnitthöhe sollte zwischen 3,5-5 cm liegen. Diese Erfahrungswerte sind vor allem von der Witterung abhängig.
Auch unser Gemüse darf jetzt nicht zu kurz kommen. Für die Aussaat von Stangenbohnen ist jetzt die richtige Zeit. Auch Paradeiser-, Salat-, Sellerie- und Kohlrüben Pflänzchen aussetzen.
Bei Erbsen ist unbedingt auf die Fruchtfolge zu achten.
Die Anbauphase zwischen zwei Erbsenkulturen am gleichen Standort sollte mindestens 2-3 Jahre betragen, da ansonsten verschiedenste Welke Krankheiten zu Ausfällen führen können.
In der Hoffnung, dass nicht alle unsere Bemühungen unbelohnt bleiben, schließe ich für Heute.
WM