Fachberatung

Willkommen auf den Seiten der Fachberatung.Persönlich sind wir für Sie in den Monaten März, April, Mai, Juni, Juli und September jeweils am ersten Samstag des Monats von 15-16 Uhr im Gerätehaus (direkt beim Eingang Dampierrestraße 16) da.


Bericht des Fachberaters vom 11. Februar 2025

Die Sonne zeigt sich Tag für Tag schon ein paar Minuten länger.
Das herannahende Frühjahr ist nicht mehr zu übersehen.
Mit Nachttemperaturen unter dem Gefrierpunkt ist nur noch in exponierten Lagen zu rechnen.

Der fehlende Schnee und Regen der letzten Tage hat unseren Böden ein wenig trocken werden lassen. An Wässern ist noch nicht zu denken.
Dennoch müssen wir die Situation im Auge behalten um Trockenschäden zu vermeiden.
Der Starke böige Wind der letzten Wochen war etwas unangenehm,
Das Gute daran, Fruchtmumien wurden einfach weggeweht.

Das Angebot von natürlichem Futter wie Flug-Insekten und Würmern nimmt im gleichen Maße ab wie blühende Sträucher und Gräser aus unseren Gärten verschwinden, deshalb sollten Vögel unsere braven Helfer weiterhin gefüttert werden. Auch wenn sie tageweise kaum vom angebotenen Futter Gebrauch machen.
Beim Füttern unserer braven Helfer ist weiterhin zu beachten, dass die Futterplätze so installiert sind, dass sie für Angreifer nicht leicht zu erreichen sind. Vor allem sind streunenden Katzen aber auch Eichkätzchen und Raben Feinde unsere Vögel.

Jetzt ist in unseren Gärten noch nicht viel zu tun, aber schnell rücken die anstehenden Arbeiten näher. So sind vor allem die jüngeren Bäume vor Frostschäden zu schützen, die immer noch auftreten können. Da unter Tags in der Sonne langsam Temperaturen weit über dem Gefrierpunkt erzielt werden, kommt es in unseren Bäumen zum aufsteigenden Saftfluss. Dieser kann bei den möglichen tieferen Nachttemperaturen gefrieren. Die Folge Frostaufbrüche. Um unsere Bäume davor zu bewahren, sollten die Stämme z. B. durch Weißanstrich oder Abdecken durch Bretter oder andere Maßnahmen, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Im Fachhandel werden diverse Mittel für den Anstrich angeboten.

Im Februar können an trockenen und frostarmen Tagen Apfel- und Birnbäume ausgelichtet werden. Ebenso Johannisbeere- und Stachelbeersträucher.

Um die anfängliche Last durch Schadinsekten und Pilzkrankheiten wie Monilia und Kräuselkrankheit niedrig zu halten ist eine Austriebspritzung für den 25. und 26.2.2025 geplant und bestellt. Diese Spritzung mit Naturen Bio Schädlingsfrei gegen überwinternde Stadien tierischer Schädlinge sowie mit Cupoxat gegen Pilzkrankheiten wird vereinsweit durchgeführt.

Auch das Werkzeug für unsere Gartenarbeiten wird überprüft und wenn nötig repa riert. Defektes muss ersetzt werden. Dabei auf Qualität achten.

Vielleicht ist der Gedanke, den einen oder anderen Obstbaum zu pflanzen überlegenswert. In unseren Kleingärten werden Obstbäume zusehends weniger. Doch gerade in unseren Gärten, sollte kein Obstbaum fehlen. Macht dieser doch gerade den Kleingarten aus.

Überlegen sollten wir vor allem was und womit wir neugestalten, oder doch Bewährtes beibehalten? Bedenken Sie, weniger Beton ist mehr, mehr an Freude beim garteln.

Dazu wünschen die Fachberater gutes Gelingen und viel Erfolg für Ihre Vorhaben.

WM

 

Bericht des Fachberaters vom 14. Jänner 2025

So richtig winterlich ist es bei uns im Osten noch nicht. Es ist zwar kalt, nur der Schnee fehlt noch. Eine geschlossene Schneedecke wäre aber wichtig um den Boden im Frühjahr gleichmäßig feucht zu halten. Was nicht ist kann aber noch werden.

Die tiefen Nachttemperaturen haben hoffentlich zu einer deutlichen Dezimierung der Schädlinge für das neue Gartenjahr gesorgt. Trotzdem werden wir gefordert sein bei Auftreten von Schädlingen sofort zu reagieren. Besonderes Augenmerk werden wir wieder auf diverse Wanzen Arten, wie die Reiswanze, legen. Andere überwinternde Schädlinge auf unseren Obst Gehölzen werden durch die jährliche Austriebspritzung gut in Schach gehalten.

Vögel, unsere braven Helfer, sollten weiterhin gefüttert werden. Auch wenn sie kaum vom angebotenen Futter Gebrauch machen.
Scheinbar finden sie immer noch genügend Futter in der Umgebung.

Zu beachten ist aber weiterhin, dass die Futterplätze so installiert sind, dass sie für Angreifer nicht leicht zu erreichen sind. Vor allem sind streunenden Katzen aber auch Eichkätzchen und Raben Feinde unsere Vögel.

Jetzt ist Zeit um die ersten Samen wie z.B. von Aubergine, Physalis, Chili und Paprika auf der Fensterbank oder im geheizten Gewächshaus keimen zu lassen. Diese aus dem Süden stammenden Pflanzen brauchen sehr lange für die Frucht. Für alles andere ist noch Zeit bis März.

In unseren Gärten ist jetzt noch nichts zu tun, außer unsere gefiederten Helfer an den Futterstellen zu beobachten.

Auch halten wir gelegentlich in unsern Gärten Nachschau ob die starken Winde der letzten Zeit keine Schäden verursacht haben.

An sonst halten wir die Wege, für die wir verantwortlich sind, eis- und schneefrei damit wir alle gut durch die kalte Jahreszeit kommen. Beachten Sie, jeder ist für die Wege um sein Los bei Schnee und Eisglätte selbst verantwortlich. Auch wenn er nicht ganzjährig in der Anlage wohnt.

Jetzt bleibt mir nur noch ein erfolgreiches neues Gartenjahr 2025 zu wünschen und bleiben sie gesund.

WM

 

Bericht des Fachberaters vom 12. November 2024

Der Oktober hat sich noch einmal von seiner besten Seite gezeigt. Einige spätsommerliche Tagen, aber auch Regen und heftige Winde.
So unangenehm der starke Wind auch war, die auf den Obstbäumen verbliebenen Fruchtmumien sind fast alle weggeweht.

Jetzt ist in unseren Gärten Saubermachen angesagt. Herumliegendes krankes Laub und Fruchtmumien gehört entsorgt, aber nicht auf dem Kompost.
Frisch gepflanzte Bäume oder Sträucher werden nochmals fest eingegossen. An den nächsten milden Tagen können die wirklich allerletzten Pflanzungen vorgenommen werden. Ansonsten belässt man die Pflanzen bis zum Frühjahr lieber in den Baumschulen.

Die Wintergrünen wie Koniferen, Rhododendren und Buchsbaum gehören nochmals kräftig gegossen. Rosen anhäufen, Hochstammrosen einpacken. Keinesfalls geschlossenen Plastikfolien wie Müllsäcke verwenden da hier Dunst entsteht der in der Nacht gefrieren kann und Schimmelpilze fördert.
Der Rückschnitt erfolgt erst im Frühjahr.

Unser gelagertes Obst sollte mindestens einmal pro Woche kontrolliert werden. Eine einzige faule Frucht genügt um eine ganze Steige anzustecken und zu verderben.

Jetzt ist der letzte Termin In unseren Gärten für das Roden und Einwintern der nicht winterharten Zwiebeln und Knollen. Ebenso letzte Möglichkeit zur Pflanzung unserer Frühjahrsblüher, wie etwa Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen und viele andere mehr.

Ziergräser bleiben ungeschnitten. Erst im Frühjahr nach den Eisheiligen zurückschneiden. Stehendes Wasser in den abgeschnittenen Halmen kann bei Frost die Stöcke zerstören.
Wenn nötig wird noch ein letztes Mal der Rasen geschnitten. Der Rasenschnitt mit zerhäckselten Pflanzenteilen aus unserem Garten ist eine Bereicherung für unseren Komposthaufen.

Abgeerntete Gemüsebeete werden umgestochen und Kompost eingearbeitet.
Die oberste Bodenschicht wird dabei aufgelockert so das Wasser leichtert einsickern kann um die Frostgare zu ermöglicht.

Die bereits im Winterquartier befindlichen Kübelpflanzen werden öfters sehr genau kontrolliert, damit sich diverse Schädlinge, ob tierisch oder pilzlich, nicht ausbreiten können. Notfalls auf Hilfsmittel aus dem Fachmarkt zurückgreifen.

Habe wir all das erledigt dann dürfen wir nicht vergessen unseren Garten winterfest zu machen.
Also alles Werkzeug sicher verwahren, das Wasser absperren und die Leitungen entleeren um im Frühjahr böse Überraschungen zu vermeiden.

Im Übrigen haben wir sicherlich noch etliches vor, und nicht nur im Garten. Denn Weihnachten kommt ja auch heuer wieder. Also noch alle Besorgungen erledigen und nur keinen Stress aufkommen lassen! 

WM

Bericht des Fachberaters vom 8. Oktober 2024

Der Herbst hat Einzug gehalten. Unser Wetter hat sich auf kühlere Nachttemperaturen umgestellt. Dennoch werden wir mit sonnigen Tagen verwöhnt, Ideal für die Herbstarbeit die jetzt angesagt ist.

Wir nehmen den Obstbaumschnitt in Angriff.
Die Steinobstbäume haben wir Großteiles schon im September bearbeitet. Nach dem Abernten des Kernobstes nehmen wir uns der Apfel- und Birnbäume an. Dichte Kronen werden ausgelichtet. Altes abgestorbenes Holz entfernt. Alte Leimringe entsorgt und durch neue ersetzt. Den Stützpfahl, so vorhanden, nicht vergessen! Der Frostspanner ist sicher schon bereit für den Aufstieg.

Sollten wir uns zur Pflanzung neuer Obstgehölze entschließen,
so ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. Ab Anfang Oktober bieten die Baumschulen unterschiedlichste Sorten an. Beim Kauf sollte man sich wirklich gut beraten lassen. Beispielsweise welche Sorte sich für den jeweiligen Standort und Lage am besten eignet. Nur so bleibt man vor späteren bösen Überraschungen verschont.

Der Oktober ist aber auch die ideale Pflanzzeit für unsere Zierpflanzen. Ob dies nun Stauden oder Nadelgehölze sind, der Fachhandel bietet mehr als wir pflanzen wollen oder können. Ebenfalls Stecklinge von Stauden können noch gemacht werden. Hierzu schneidet man einjährige Triebe mit etwa drei Augen ab und steckt sie mindestens zwei Augen tief in die Erde, ein Auge soll aus dem Boden herausstehen. Vielmehr ist nicht zu tun, als zuzuwarten, dass der Steckling antreibt.

Blumenzwiebeln für die Frühlingsblüher werden jetzt ebenfalls gesetzt.

Auch in unseren Gemüsegärten hat der Herbst Einzug gehalten.
Gut ausgereiftes Gemüse, vor allem unser Wurzelgemüse kann bei Schönwetter geerntet werden. Beste Lagerbedingungen sind bei etwa 2-3° C und hoher Luftfeuchtigkeit.

Unsere Paradeiser werden, wenn die Nachttemperatur unter 10° C sinkt, abgenommen. Sie können bei Temperaturen bis 20° C im Raum nachreifen. Sie brauchen dazu kein Licht.

Die Kübelpflanzen sollen nun nach und nach ins Winterquartier übersiedeln. Sollten die Nachttemperaturen sich dem Gefrierpunkt nähern, so ist es allerhöchste Zeit sie umzusiedeln.

Die Winterquartiere sollten eine Temperatur von etwa 5-10° C bieten.
Die Pflanzen vor dem Überwintern unbedingt auf Schädlingsbefall kontrollieren und diese nötigenfalls bekämpfen. So haben wir die Gewähr, auch im nächsten Jahr wieder gesunde, schöne Pflanzen zu haben.

Ich glaube also, wir alle haben noch einiges für die nächsten Wochen zu tun.
Auf jeden Fall sollte es Spaß machen und gelingen, dass wünsche ich ihnen.

WM

 

Bericht des Fachberaters vom 10. September 2024

Wie im Flug ist dieser Sommer durchs Land gezogen und hat in so manchen Gärten nur verbrannte Wiesen hinterlassen. Ich darf sie nach der Sommerpause recht herzlich begrüßen.
Nach diesem ziemlich heißen Sommer mit seinen hohen Temperaturen ist es nun Zeit, dass wir uns auf die kommenden Herbstarbeiten vorzubereiten. Einen kleinen Vorgeschmack gab es schon.

Unseren Rasen haben wir Mitte August das letzte Mal gedüngt. Spätere Düngungen sollen nur mit stickstoffarmen Produkten vorgenommen werden, da ansonsten das Wachstum in den Winter getrieben wird.

Unsere Obstbäume sind Großteils abgeerntet und zurückgeschnitten.

Verbliebene Fruchtmumien sollten ehest entfernt werden um Monilia im kommenden Jahr zu vermeiden. Monilia Fruchtmumien sind im Frühling nicht nur für unsere Kulturen, sondern auch für weit entfernte, eine erhebliche Infektionsgefahr.

Monilia befallenes Material gehört in den Restmüll und nicht in dem Kompost! Bitte achten sie darauf.

Die Ernte von Marillen und Pfirsichen war vielerorts gegen null. Hingegen bei Zwetschken war die heurige Ernte besonders gut.

Mit dem Baumschnitt für Steinobst sollte nun begonnen werden um einen Wundverschluss vor dem Winter zu begünstigen.

Abgeblühte Ziergräser werden erst im Frühjahr geschnitten um zu vermeiden das Wasser in die offenen Halme eindringt und bis in die Wurzeln gefrieren kann. Das kann einen Totalausfall vermeiden.

Vor dem Auftreten der ersten Nachtfröste, etwa Ende Oktober, sollten Leimringe gegen den Frostspanner an den Stämmen der Bäume und eventuellen Stützpfählen angebracht werden. So kann man einigermaßen sicher sein, dass die flugunfähigen Weibchen des Frostspanners kleben bleiben und ihre Eier nicht in den Baumkronen ablegen.

Eine im Frühjahr durchgeführte Austrieb-Spritzung ist sicherlich eine gute Ergänzung, um die vielleicht doch in den Baumkronen deponierten Ei Gelege zu ersticken, ist aber keine Alternative zum Leimring.

Austrieb-Spritzungen in einzelnen Gärten sind jedoch ohnehin nicht besonders zielführend. Guten Erfolg kann nur eine flächendeckende Maßnahme über eine gesamte Gartenanlage bringen.

Früh im September kann man sich auch schon Gedanken machen, welche Blumenzwiebel zu setzen sind, um im Frühjahr wieder durch ihre Blütenpracht erfreut zu werden.
Jetzt ist auch die Zeit um Stecklinge von Blütensträuchern zu vermehren.

Bei Neuanschaffungen aus den bunten Pflanz- und Samenkatalogen achten wir besonders auf regional heimische Pflanzen- und Samen-Angebote.

Pflanzen aus fernen Ländern, also Neophyten, haben in unseren Gärten nichts verloren.

Die Gefahr der Einschleppung von neuen Schädlingen, für die es bei uns keine natürlichen Feinde gibt, ist viel zu groß. Auch neue Krankheiten können durch diese Neophyten eingeschleppt werde für die unsere heimischen Kulturpflanzen, Bäume und Sträucher keine Abwehr kennen.

Aber lassen wir uns dadurch nicht die gute Laune verderben. Freuen wir uns vielmehr auf die letzten noch kommenden schönen Spätsommer- und Herbsttagen, bevor wir uns vollends der Herbstarbeiten ergeben. Deshalb genießen sie die noch kommenden schönen Tage.

WM